Benutzerhandbuch – Durst

3.1 Profilierung anlegen und bearbeiten

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • welche Voraussetzungen für die Profilierung gegeben sein müssen,
  • wie eine Profilierung angelegt wird,
  • warum eine Vorlinearisierung Sinn macht und
  • welche Verfahren zur Bearbeitung einer bestehenden Profilierung angeboten werden.

1. Einführung

Um alle Vorteile, die sich aus der direkten Ansteuerung des Drucksystems aus dem Workflow heraus ergeben, nutzen zu können, ist es unabdingbar, dass die genauen Farbwiedergabeeigenschaften der verwendeten Materialien dem Workflow bekannt sind. Die Methode, um die Farbwiedergabeeigenschaften im Workflow zu hinterlegen, wird als Profilierung bezeichnet.

2. Allgemeines

Um ein Material im Workflow zu profilieren, sind folgende Voraussetzungen für die Anlage einer Profilierung zu schaffen:

  • die im Drucksystem verwendeten Tinten anlegen,
  • den zu verwendenden Drucker zuzüglich aller zu verwendenden Farbkonfigurationen anlegen und
  • das Material für den Drucker anlegen.

Sind alle diese Vorkehrungen getroffen, so können Sie mit der Profilierung beginnen. Um eine vollständige Profilierung aller Farbkonfigurationen für den Drucker durchzuführen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Rufen Sie den Menüpunkt Farbe > Profilierung auf.
  2. Legen Sie darin eine neue Profilierung durch Klick auf Neu in der Aktionsleiste an. Entscheiden Sie dabei, ob eine Vorlinearisierung für das Drucksystem durchgeführt werden soll oder nicht. Beachten Sie den folgenden Hinweis »Mit welcher Farbkonfiguration soll gestartet werden?«.
  3. Öffnen Sie die soeben erstellte Profilierung durch einen Doppelklick. Abhängig von der gewählten Farbkonfiguration und ob eine Vorlinearisierung anzuwenden ist, ist die Profilierung in bis zu fünf Schritten zu durchlaufen. Sollte keine Vorlinearisierung notwendig sein und das Drucksystem keine Light-Farben besitzen, kann die Profilierung in drei Schritten durchgeführt werden.
  4. Wählen Sie Schritt 1: Vorlinearisierung aus und geben Sie den Prozentwert, der für die Vorlinearisierung herangezogen werden soll, im Teilschritt Erstellen der Vorlinearisierung ein.
  5. Wählen Sie Schritt 2: Übergänge aus. Darin führen Sie die vier Teilschritte
    • Kalibrationschart drucken
    • Kalibrationschart messen
    • Analyse und
    • Übergangsprofil erstellen aus.
  6. Wählen Sie Schritt 3: Linearisierung aus. Darin führen Sie die vier Teilschritte
    • Kalibrationschart drucken
    • Kalibrationschart messen
    • Analyse und
    • Linearisierungsprofil erstellen aus.
  7. Wählen Sie Schritt 4: Gesamtfarbauftragsbegrenzung aus. Darin führen Sie die zwei Teilschritte
    • Kalibrationschart drucken
    • Gesamtfarbauftragsprofil erstellen aus.
  8. Wählen Sie Schritt 5: Profilierung aus. Darin führen Sie die vier Teilschritte
    • Kalibrationschart drucken
    • Kalibrationschart messen
    • Analyse und
    • Materialprofil erstellen aus.
  9. Gehen Sie nach der Berechnung der Profile in Farbe > Profilierung zurück, um die Liste aller Profilierungen zu sehen.
  10. Wählen Sie die zuvor erstellte Profilierung aus. Wenn es sich dabei um eine CMYK-OVG-Profilierung gehandelt hat, so können Sie in der Aktionsleiste im Menü Aktion den Menüeintrag Eine CMYK-Profilierung erzeugen auswählen, wodurch automatisch auch reine CMYK-Profile auf Basis der zuvor gemessenen Daten abgeleitet werden.
  11. Beabsichtigen Sie Drucke mit nur Schwarz zu erzeugen, so können Sie auch noch den Menüeintrag Eine Graustufenprofilierung erzeugen im Menü Aktion in der Aktionsleiste aufrufen.
  12. Damit stehen im Falle unseres Beispiels drei Profilierungen für CMYK-OVG, für CMYK und für K zur Verfügung.
  13. Als letzten Schritt müssen Sie noch ein Standardprofil für das gewählte Material auswählen. Dazu rufen Sie Administration > Material auf und wählen dort das Material aus, welches Sie für die Profilierung verwendet haben. Setzen Sie dort im Einstellungsbereich Material die Standard-Farbstrategie für das Material.

Was Sie in den einzelnen Schritten zu beachten haben, erfahren Sie in diesem, im nächsten und im übernächsten Artikel.

Mit welcher Farbkonfiguration soll gestartet werden?

Auch wenn Sie beabsichtigen, dauerhaft mit allen verfügbaren Farben im Drucksystem zu drucken, beginnen Sie die Profilierung des Druckers unter Verwendung aller am Drucker verfügbaren Druckfarben (inklusive der gamuterweiternden und Light-Farben). Dadurch können später aus dieser Profilierung Sub-Profilierungen erstellt werden, ohne das erneut Messungen erforderlich sind.

3. Profilierung anlegen

Wurden die Vorbereitungen zu Tinte, Drucker und Material abgeschlossen, muss im ersten Schritt die Profilierung für die Drucker-, Tinten- und Materialkombination angelegt werden. Gehen Sie zum Profilieren einer CMYKcm-Farbkonfiguration mit Vorlinearisierung folgendermaßen vor:

  1. Rufen Sie den Menüpunkt Farbe > Profilierung auf.
  2. Sollten Sie erstmalig den Profilierungsbereich aufrufen, werden Sie eine leere Liste vorfinden. Falls bereits Profilierungen durchgeführt wurden, können Sie eine bestehende Profilierung auswählen und diese bearbeiten [2], duplizieren [3] oder löschen [4]. Sie können auch eine neue [1] Profilierung anlegen.

Abbildung 1: Im Bereich Profilierung werden alle vorhandenen Profilierungen als Liste angezeigt

Profilierungen verwalten

Profilierung suchen

Das Suchen einer Profilierung kann über die Filterleiste und das Suchfeld schnell abgebildet werden. Als Filterkriterien für die Liste in diesem Bereich stehen die Filter Basis Profilierung, Drucker, Druckkonfiguration, Erstellt, Erstellt von, Farbkonfiguration, Material, Status, Tags zur Verfügung.

Wie die Filterleiste funktioniert und wie die gefilterte Liste noch zusätzlich über das Suchfeld eingeschränkt werden kann, können Sie im Artikel Mit Filter und Suche arbeiten nachlesen.

  1. Um eine neue Profilierung anzulegen, klicken Sie in der Aktionsleiste auf Neu [1]. Dadurch öffnet sich der Dialog Profilierung erstellen, in dem alle Parameter ausgewählt werden müssen, die eine Profilierung eindeutig beschreiben. Zu den erforderlichen Parametern einer Profilierung zählen:
    • Drucker – Drucker unterscheiden sich, selbst wenn sie der gleichen Bauweise entstammen, doch in vielen Parametern.
    • Druckkonfiguration – wird bestimmt durch die Parameter Auflösung, Passigkeit, Druckgeschwindigkeit, Druckmodus (wie Backlit, Matt oder Glänzend) und dem Dithermodus.
    • Material – wird definiert durch die Oberflächenbeschaffenheit und optische Aufheller.
    • Farbkonfiguration – bestimmt, wie viele Farben – CMYK, CMYKcm, CMYK_OVG u. ä. – für den Druck verwendet werden.

Abbildung 2: Der Dialog Profilierung erstellen

  1. Im Dialog ist die Option Name automatisch generieren [6] standardmäßig aktiviert. Lassen Sie diese Checkbox aktiviert, wenn der Name der Profilierung automatisch in einer bestimmten Struktur – Drucker | Tinte | Druckkonfiguration | Material | Farbkonfiguration – angelegt werden soll. Wollen Sie jedoch eine andere Bezeichnung für die Profilierung verwenden, so deaktivieren Sie die Checkbox und geben im Eingabefeld Name [5] die gewünschte Bezeichnung für die Profilierung ein. In Abk. [7] können Sie eine für Sie sinnvolle Abkürzung für die schnelle Suche der Profilierung sowie in Bemerkung [8] einen Hinweis eingeben.
  2. Wählen Sie dann der Reihe nach die Einträge, da sich dadurch die Möglichkeiten in den nachfolgenden Optionen reduzieren, für die folgenden Optionen aus:
    • Drucker [9] – wählen Sie den anzusteuernden Drucker aus. Der Drucker muss bereits im Workflow angelegt worden sein.
    • Druckkonfiguration [10] – wählen Sie jene Auflösung aus, für die die Profilierung herangezogen werden soll.
    • Material [11] – wählen Sie das Material aus, das profiliert werden soll.
    • Farbkonfiguration [12] – wählen Sie jene Farbkombination aus, für die die Profilierung herangezogen werden soll. Sie sollten für die erstmalige Profilierung einer Drucker-Druckkonfiguration-Material-Kombination jene Farbkonfiguration auswählen, die alle im Drucker verfügbaren Prozess- und Light-Farben abdeckt.
  3. In Messgerät [13] und Parametersatz [14] wurde bereits jenes Messgerät und jene Messkonfiguration ausgewählt, die im Menüpunkt Administration > Messgeräte als Standard definiert worden sind. Wenn Sie ein anderes Messgerät bzw. eine andere Messkonfiguration verwenden möchten, wählen Sie die gewünschte Option in den Auswahlmenüs aus.
  4. Zielverzeichnis [15] – wählen Sie optional jenes Zielverzeichnis aus, wohin standardmäßig gerenderte Druckdaten, welche mit dieser Profilierung erzeugt wurden, gespeichert werden sollen.
  5. Aktivieren Sie die Checkbox Vorlinearisierung erstellen [16], wenn Sie diese für Ihren Druckertyp verwenden wollen. Diese Option kann, in Abhängigkeit vom verwendeten Druckertyp, zu einer verbesserten Profilierung führen und wird von uns generell – siehe nachstehenden Exkurs – empfohlen.
  6. Drücken Sie auf Speichern, wird die Profilierung angelegt. Sie finden den neuen Eintrag in der Liste der Profilierungen.
  7. Um mit der Profilierung fortzufahren, führen Sie entweder einen Doppelklick auf den Eintrag in der Liste aus oder klicken auf den Pfeil [17] am rechten Rand des Eintrags.

Abbildung 3: Der Bereich Profilierung mit einer ausgewählten Profilierung

3.1. Exkurs: Vorlinearisierung

Hintergrundinformation

Hersteller von Drucksystemen liefern ihre Drucker in unterschiedlichem linearen Zustand aus. Dies liegt meist daran, dass die Druckköpfe von Drucker zu Drucker mit teilweise unterschiedlichen Kopfspannungen eingebaut werden. Doch nicht nur diese Eigenheit ist dafür verantwortlich, dass Drucksysteme in einem nicht-linearen Zustand beim Kunden installiert werden. Drei weitere Faktoren können ebenfalls eine Rolle spielen. Diese sind:

  1. Verwendung von hochpigmentierten Tinten: In manchen Druckern werden Tinten mit einer unterschiedlichen Anzahl von Pigmenten eingesetzt. So kann es sein, dass zur Reduktion des Tintenverbrauchs der Einsatz einer höher pigmentierten Schwarztinte bzw. Cyan-Tinte gewünscht wird. Höher pigmentierte Tinten führen dazu, dass die Steilheit einer Linearisierungskurve stark zunimmt.
  2. Direktdrucker versus Transferdruck: Werden zwei Drucker desselben Herstellers beim Kunden aufgestellt, wobei der eine Drucker mit Tinten für den Direktdruck und der andere Drucker mit einer Tinte für den Transferdruck gefüllt wird, kann sich die Steilheit der Linearisierungskurve schon deutlich unterscheiden.
  3. Druckkonfiguration: Bietet ein Drucksystem eine Vielzahl von Druckkonfigurationen (Geschwindigkeiten) an, so kann sich das lineare Verhalten zwischen den einzelnen Konfigurationen aufgrund der Menge an Tinte, die in kurzer Zeit auf das Material aufgebracht werden kann, deutlich unterscheiden.

Daraus resultiert, dass sich aus der Kombinationsmöglichkeit von allen Faktoren ergeben kann, dass sich ähnliche Drucker hinsichtlich der Linearität doch sehr unterschiedlich verhalten können.

Am Beispiel des Tau 330 RSC-Druckers kann festgestellt werden, dass sich der Drucker vom Werk aus in einem linearen Zustand befindet, da bei diesem Drucker von einer sehr eingespielten Kombination aus Tinte, Druckmodus und Kopfspannung ausgegangen werden kann. Solange sich an dieser Kombination nichts stark ändert, kann der Drucker als linear angesehen werden, was die Anwendung einer Vorlinearisierung überflüssig macht.

Abbildung 4: Die Linearisierungskurve eines linearen Druckers am Beispiel des Tau 330 RSC

Linearisierungskurve

Bei der Messung der Linearisierung eines bereits linearen Druckers, wird sich bei der Messung der Messfelder von 0% bis 100% jedes Messfeld deutlich voneinander unterscheiden, womit sich eine gute Ausgangslage zur Erstellung der Kompensationskurve zur Linearisierung ergibt.

Wenn höher pigmentierte Tinten zum Einsatz kommen oder sich das Druckverfahren ändert, befindet sich der Drucker häufig in einem nichtlinearen Zustand. Würde man in diesem Fall eine Messung der Linearität durchführen, so würde, wie in der nachstehenden Abbildung ersichtlich, bereits 75% der Deckung [15] mit der Messung von wenigen Messfeldern (0% bis 20%) abgedeckt werden. Für die restliche Deckung (75% bis 100% [16]) würden viele Messungen von Farbfeldern (20% bis 100%) verwendet werden.

Geht man davon aus, dass bei der Messung im Bereich von 0% bis 20% [16] ein Messwert augrund einer verschmutzten Vorlage, einer nicht korrekten Positionierung des Messkopfs oder Messfehlern in der Messtechnik nicht korrekt ist, so kann sich die Linearität sehr schnell falsch darstellen. Solche Situationen haben bereits dazu geführt, dass beim Druck eines homogenen Verlaufs deutliche Abrisse zu sehen waren.

Abbildung 5: Die Linearisierungskurve eines nichtlinearen Druckers

Linearisierungskurve vorher

Durch Hinzufügen einer Vorlinearisierung, kann die Linearisierungskurve verflacht werden, wodurch sich die Qualität der Messdaten deutlich verbessern wird, da eine Glättung der Kurve auf mehreren Messfeldern basiert.

Der Wert zur Berechnung der Vorlinearisierungskurve wird in Prozent eingegeben. Ein Wert von 20% würde den 50%-Punkt auf der Linearisierungskurve um 20% [17] nach unten ziehen. Welcher Wert für die Vorlinearisierung eingegeben werden soll, hängt von so vielen Faktoren ab, dass lediglich folgende Empfehlungen gegeben werden können:

  • Ein Wert von 10% kann bei Durst-Druckern bei fast allen Drucksystemen verwendet werden.
  • Bei wasserbasierten Tinten hängt der Prozentwert auch stark von der Druckkonfiguration ab. Je schneller gedruckt wird, umso höher der verwendete Prozentwert.
  • Beim Transferdruck kann durchaus auch 25% bis 30% verwendet werden.
  • Reduzieren Sie die Vorlinearisierung, wenn die Kurve in der Linearisierung unterhalb der 45°-Linie fallen soll.
  • Der Maximalwert von 40% hat bislang noch bei keinem Drucksystem angewendet werden müssen.
  • Beim Tau 330 RSC muss keine Vorlinearisierung verwendet werden.

Abbildung 6: Die Linearisierungskurve nach Anwenden einer Vorlinearisierung – ein etwas höherer Prozentwert wäre hier angebracht gewesen

Linearisierungskurve nachher

Effekte

Die Effekte aus der Verwendung der Vorlinearisierung, wenn es das Drucksystem erfordert, können aus praktischer Sicht wie folgt beschrieben werden:

  • Weniger Abrisse bei Verläufen: Dadurch, dass die Messungen gleichmäßiger verteilt sind, kann die automatische Glättung der Linearisierungskurve besser greifen.
  • Weicherer Übergang bei Verwendung von Light-Farben: Besitzt die Linearisierungskurve einen zu starken Anstieg in den hellen Tönen, führt es dazu, dass die automatisch berechnete Kurve zur Ermittlung des Übergangs zwischen Light- und Normal-Tinte einen viel spitzeren »Peak« (Maximalwert) aufweist. Dies führt im Ausdruck dazu, dass bei einem radialen Verlauf in diesem Bereich ein sichtbarer Ring wahrgenommen werden kann. Durch die Vorlinearisierung wird die Kurve im »Peak« abgeflachter.
  • Reduzierter Tintenverbrauch bei Light-Tinten: Da zur automatischen Berechnung der Übergänge die von uns vordefinierten Start-, Maximal- und Endwerte herangezogen werden, wird bei einem zu starken Anstieg der Linearisierungskurve der Endwert zu spät gesetzt, was dazu führt, dass nach Anwendung der Linearisierung Light-Tinten unter anderem schlussendlich bis in sehr gesättigte Töne verwendet werden. Und genau dieser Zustand »verschwendet« Tinte, denn niemand benötigt beim Druck eines Tiefschwarz noch untergemischte Light-Tinten.

Sie sehen, dass eine Automatik nur dann gut funktionieren kann, wenn sich ein Drucksystem in einem linearen Zustand befindet. Je besser sich ein Drucksystem von Grund auf linear verhält, umso optimierter können Profile berechnet und damit auch der Tintenauftrag optimiert werden.

4. Profilierung bearbeiten, duplizieren oder löschen

Nach Aufruf des Bereichs Farbe > Profilierung wird die Liste aller im System vorhandenen Profilierungen angezeigt. Abhängig von der Anzahl der Drucker, die vom Workflow aus angesteuert werden, und abhängig von den im Betrieb benutzen Druck- und Farbkonfigurationen, kann sich die Anzahl der Profilierungen schnell steigern. Damit Sie den Überblick bewahren, können Sie einerseits die Liste über Setzen eines Filters [18] oder durch Eingabe eines Begriffs im Suchfeld [22] finden. Der Status [23] gibt an, in welchem Zustand sich die Profilierung aktuell befindet. Nur wenn der Status Produktionsbereit ist, können die darin berechneten Profile in der Produktion verwendet werden. Das Setzen eines Filters »Suche nur produktionsbereite Profilierungen« reduziert die Liste der Profilierungen auf die verwendbaren Profilierungen.

Haben Sie den gesuchten Eintrag in der Liste gefunden, so können Sie diesen auswählen, wodurch dieser einerseits gelb hervorgehoben wird und andererseits werden die Menüs Bearbeiten [19], Duplizieren [20] und Löschen [21] in der Aktionsleiste aktiv.

Abbildung 7: Im Bereich Profilierung werden alle vorhandenen Profilierungen als Liste angezeigt

4.1. Profilierung bearbeiten

Eine Profilierung zu bearbeiten kann aus zwei Gründen erfolgen. Einerseits wollen Sie lediglich den Namen der Profilierung ändern bzw. anpassen oder eine Zusatzinformation in den Bemerkungen hinzufügen und andererseits wollen Sie, aus welchem Grund auch immer, einen oder mehrere Parameter, die die Profilierung eigentlich eindeutig beschreiben, abändern.

Namen der Profilierung ändern bzw. anpassen

Um den Namen der Profilierung zu ändern oder anzupassen bzw. eine Bemerkung für die Profilierung hinzuzufügen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie die gewünschte Profilierung in der Liste aus.
  2. Klicken Sie auf Bearbeiten [19] (Abbildung 7) in der Aktionsleiste, wodurch sich der Dialog Profilierung bearbeiten öffnet.

Abbildung 8: Der Dialog Profilierung bearbeiten

  1. Wollen Sie den Namen der Profilierung ändern, so müssen Sie die Checkbox Name automatisch generieren [25] deaktivieren. Erst dann können Sie den Name [24] nach belieben abändern.
  2. Wollen Sie, aufgrund einer Änderung in den Parametern, den Name automatisch anpassen, so lassen Sie die Checkbox Name automatisch generieren [25] aktiviert und führen Sie im Bereich der Parameter [26] jene Änderung durch, die Sie wünschen. Das Zuweisen von weiteren Materialien zu dieser Profilierung erfolgt durch Klick auf das Symbol [27].
  3. Um die durchgeführten Änderungen zu speichern, muss der Dialog durch Klick auf Speichern geschlossen werden.
  4. Sie werden dann mit dem nachstehenden Dialog konfrontiert, den Sie durch Drücken des Buttons Aktualisieren [28] bestätigen sollen. Nur so wird nichts an den zugrunde liegenden Messdaten und Profilen geändert, sondern lediglich die Metadaten aktualisiert.

Abbildung 9: Der Bestätigungsdialog, welcher nach dem Ändern einer Profilierung erscheint

Name anpassen bei geänderter Tinte

Werden neue Tinten im Drucker verwendet, so müsste der Administrator die korrekte Tinte in Administration > Drucker in der Druckfarbkonfiguration anpassen. Durch die Änderung der verwendeten Tinte, müsste der Name für alle Profilierungen eigentlich angepasst werden. Dafür stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung.

  1. Öffnen des Dialogs Profilierung bearbeiten und überschreiben des Tintennamens. Dazu muss die Checkbox Name automatisch generieren deaktiviert werden.
  2. Öffnen des Dialogs Profilierung bearbeiten und lassen Sie die Checkbox Name automatisch anpassen aktiviert. Damit sich der Tintenname ändert, müssen Sie im Profilierung bearbeiten-Dialog in der Druckkonfiguration einen anderen Eintrag auswählen und im zweiten Schritt wiederum auf den zuvor eingestellten Wert zurückstellen. Durch diese Änderung wird der Name automatisch angepasst.

Profilierung durch Ändern von Parametern anpassen

Durch das Ändern von Parametern [28] (Abbildung 8) im Dialog Profilierung bearbeiten, werden wesentliche Faktoren der Profilierung geändert. Die Änderung eines Parameters macht die Profilierung eigentlich ungültig, da dadurch eine ganz andere Grundlage für die Profilierung gegeben ist. Folgende Sachverhalte können in der Praxis auftreten, um genau diesen, wenn auch nicht zu empfehlenden Schritt, durchzuführen:

  • Dasselbe Profil für ein anderes Material verwenden – dazu müssten Sie nicht eine Profilierung duplizieren. Sie können das einfacher durch Zuweisen anderer Materialien über einen Klick auf das Symbol [27] (Abbildung 8) erledigen.
  • Dasselbe Profil für einen anderen Drucker verwenden
  • Eine neue Profilierung mit geänderten Werten in den Profilierungsschritten durchführen: Beispiele hierfür wären eine Profilierung mit oder ohne Vorlinearisierung, eine Profilierung mit geänderten Übergängen für Light-Tinten oder eine Profilierung mit geändertem Gesamtfarbauftrag.

4.2. Profilierung duplizieren

Um die zuvor beschriebenen Gründe, die eine Profilierung durch Ändern von Parametern überhaupt zu ermöglichen, muss eine bestehende Profilierung dupliziert werden. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor.

  1. Wählen Sie die gewünschte Profilierung in der Liste aus.
  2. Klicken Sie auf Duplizieren [20] (Abbildung 7) in der Aktionsleiste, wodurch sich der Dialog Profilierung duplizieren öffnet.

Abbildung 10: Der Dialog Profilierung duplizieren

  1. Bestätigen Sie den Dialog durch Drücken von Ok .
  2. Damit wird ein Duplikat der Profilierung mit allen Messdaten und Profilen erzeugt, und ein neuer Eintrag in der Liste der Profilierungen am Ende der Liste mit der Bezeichnung »Profilierungsname (Copy_1)«, erzeugt.
  3. Wählen Sie diesen Datensatz in der Liste aus und klicken Sie auf Bearbeiten [19] (siehe Abbildung 7) in der Aktionsleiste, um die notwendigen Änderungen durchzuführen.

4.3. Profilierung löschen

Nicht mehr benötigte Profilierungen bzw. irrtümlich erstellte Duplikate müssen gelöscht werden können. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie die gewünschte Profilierung in der Liste aus.
  2. Klicken Sie auf Löschen [21] (siehe Abbildung 7) in der Aktionsleiste, wodurch sich der Dialog Profilierung löschen öffnet.

Abbildung 11: Der Profilierung löschen-Dialog

  1. Wenn Sie sich sicher sind, dass die Profilierung gelöscht werden kann, so drücken Sie Ok.
  2. Je nachdem, wie viele Referenzen dabei aufzulösen sind, kann der Löschvorgang schon etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Gelöschte Profile werden vom System entfernt

Beachten Sie, dass das Löschen einer Profilierung unwiderruflich ist. Sie können die Profilierung nicht, wie bei Artikeln und Motiven gewohnt, wieder aus dem Papierkorb zurückholen.

Artikel Update: Workflow 1.19.2 – 02/2025

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