Benutzerhandbuch – Durst

2.4 Vorgang »Montage erzeugen«

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • welche Funktionen im Vorgang zur Verfügung stehen,
  • für welche Arbeitsschritte Sie diesen Vorgang verwenden müssen, sowie auch
  • die Beschreibung eines Anwendungsbeispiels.

Einführung

Wie im Artikel Produktionskonfiguration anlegen beschrieben, können Sie einer Produktionskonfiguration verschiedene Vorgänge hinzufügen. In diesem Artikel werden Voraussetzungen sowie Möglichkeiten, die im Vorgang Montage erzeugen angeboten werden, genau beschrieben.

Der Vorgang Montage erzeugen wird in Produktionskonfigurationen, die einen gesamten Prozess vom Hochladen der Druckdaten in den Workflow bis hin zur Ausgabe abbilden, eingefügt. Ob Sie diesen Vorgang einsetzen müssen oder nicht kann wie folgt erklärt werden:

  • Wenn Sie eine Montage für die Druckdaten erstellen möchten und Sie diese Montage weiter verwenden möchten
  • Wenn Sie einen Produktionsauftrag aus der Montage erzeugen möchten – der Vorgang muss mit Stand der Version dieses Artikels immer mit dem Vorgang Produktionsauftrag erzeugen kombiniert werden – dabei wird zuerst eine Montage erzeugt welche dann in einen Produktionsauftrag überführt wird. In zukünftigen Versionen soll es möglich sein den Vorgang Montage selbstständig wählen zu können, wobei es möglich sein wird, ein PDF für den Druck auszugeben und z.B. als Nesting weiter zu vernutzen. Der Vorteil des Vorgangs Montage allein ist, dass der Ausnutzungsgrad bestimmt werden kann

Funktionsweise

Die wesentlichste Funktion des Vorgangs Montage besteht darin, Motive, welche über diverse Menüpunkte in den Workflow hochgeladen werden, gemeinsam auf einer Montage zu vernutzen. Dabei kann ggf. eine Automationsvariable angewandt werden, um damit die Erstellung der Montagen dynamisch zu gestalten. Das ist auch das Ziel des Schrittes.

Vorgang einrichten

Nach dem Hinzufügen des Vorgangs Montage erzeugen müssen noch die gewünschten Parameter für die Produktionskonfiguration gewählt werden.

Abbildung : Der Dialog Produktionskonfiguration hinzufügen mit gewählten Vorgang Montage direkt nach dem Hinzufügen des Vorgangs

Zum Konfigurieren des Vorgangs stehen folgende Optionen zur Verfügung:

Optionen Produktionsauftrag

  • Montage mit einem Motiv erstellen [1] – durch Aktivierung dieses Kontrollkästchens wird eine Montage mit nur einem Motiv erstellt. Dabei wird z.B. über einen Schnelldruck mit 3 Motiven für jedes Motiv ein eigener Produktionsauftrag erzeugt.
  • Optimieren [2] – diese Option kann in Verbindung mit dem Montage Modus Nesting gewählt werden, womit nach dem Erstellen eines Nestings die Optimierung des Nestings, um eine bessere Materialausnutzung zu erlangen, gestartet wird. Sollten nicht alle Motive im Nesting platziert werden können, so wird ein weiterer Produktionsauftrag mit einem neuen Nesting erstellt. Dieser Vorgang wird dann so lange wiederholt, bis alle Motive der Automationsauftragsgruppe vollständig mit der angegebenen Stückzahl platziert sind.
  • Max. Zeitdauer [3] – durch Eingabe von Werten in diesem Feld kann die Max. Zeitdauer für die Montage in einem Produktionsauftrag bestimmt werden. Diese Option ist nur verfügbar wenn das Kontrollkästchen für Montage mit einem Motiv erstellen deaktiviert ist.
  • Ausnutzungsgrad [4] – durch Eingabe von Werten in diesem Feld kann der Ausnutzungsgrad für die Montage in einem Produktionsauftrag bestimmt werden. Diese Option ist nur verfügbar wenn das Kontrollkästchen für Montage mit einem Motiv erstellen deaktiviert ist.

Montagekonfiguration

  • Breite [5] – bestimmen Sie die Breite der Montage.
  • Höhe [6] – bestimmen Sie die Höhe der Montage.
  • Rollenmaterial – Rollenlänge [7] – wählen Sie für die Montagekonfiguration Rollenmaterial in Verbindung mit der maximalen Rollenlänge. Diese Einstellung kann anstelle der Höhe angegeben werden.
  • Schneidegerät [8] – wählen Sie das gewünschte Schneidegerät.
  • Parametersatz [9] – wählen Sie den gewünschten Parametersatz für das Schneidegerät.
  • Montage Modus [10] – wählen Sie zwischen den verfügbaren Montage Modi Nesting, Step & Repeat, Tiling oder Stanzform. Je nach Auswahl werden Bereiche im Dialog ausgegraut.
    • Montage Modus »Stanzform« – bei Auswahl des Montagemodus Stanzform erscheint in diesem Bereich das Auswahlfeld Mehrfachnutzen zur Auswahl eines Mehrfachnutzens. Damit können ausgewählte Mehrfachnutzen automatisch befüllt werden.
  • Montage Vorlage [17] – wählen Sie eine Montage Vorlage aus die für die Montage herangezogen werden soll. Hier können Sie außerdem eine Automationsvariable verwenden. 
  • Montagebogen Vorlage [16] – wählen Sie eine Montagebogen Vorlage für Ihre Montage aus.
  • Spalten [12] – geben Sie die Anzahl der Spalten ein die für die Montage erstellt werden soll, diese Option ist für den Montage Modus Step & Repeat verfügbar. Damit können Sie die Einstellungen Ihrer gewählten Montage Vorlage einfach überschreiben.
  • Zeilen [11] – geben Sie die Anzahl der Zeilen ein die für die Montage erstellt werden soll, diese Option ist für den Montage Modus Step & Repeat verfügbar. Damit können Sie die Einstellungen Ihrer gewählten Montage Vorlage einfach überschreiben.
  • Abstand Horizontal [14] – geben Sie den horizontalen Abstand der in der Montage eingehalten werden soll ein.
  • Abstand Vertikal [13] – geben Sie den vertikalen Abstand der in der Montage eingehalten werden soll ein.
  • Drehung [15] – geben Sie ein welche Drehung die Motive in der Montage erhalten sollen – diese Option ist für den Montage Modus Step & Repeat verfügbar.

Anwendungsbeispiel

Im nachfolgend beschriebenen Beispiel sollen Druckdaten über Schnelldruck im Workflow hochgeladen und alle Motive mit einer Montage in einem Produktionsauftrag vernutzt abgelegt werden. Dabei sollen mehrere Motive auf einer Rolle mit zehn Metern vernutzt werden, wobei die Motive zusammengehalten werden sollen und eine Kopie pro Montage erzeugt werden soll. Dafür kann eine eigens angelegte Montage-Vorlage verwendet werden (siehe Abbildung aus den Nesting Optionen im Montage-Editor) – die Einstellung eine Kopie pro Montage verlangt unter Umständen längere Renderzeit, trägt jedoch dazu bei, dass am Drucker keine Einstellungen mehr bezüglich der Kopien einer identischen Montage getätigt werden müssen.  

Um das Vorhaben abzubilden, muss eine Produktionskonfiguration mit drei VorgängenDruckdaten einchecken und normalisieren, Montage erzeugen gefolgt von Produktionsauftrag erzeugen – in der definierten Reihenfolge angelegt werden. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie den Menüeintrag Automatisierung > Schnelldruck.
  2. Erstellen Sie eine neue Produktionskonfiguration über die Schaltfläche Hinzufügen. Wie Sie eine Produktionskonfiguration grundsätzlich anlegen können, lesen Sie im Artikel Produktionskonfiguration anlegen nach.
  3. Fügen Sie nun jedenfalls im Dialog Schnelldruck Produktionskonfiguration zuerst den Vorgang Druckdaten einchecken und normalisieren der Produktionskonfiguration hinzu und nehmen Sie die gewünschten Einstellungen hinsichtlich der Normalisierung der Druckdaten vor.
  4. Fügen Sie den Vorgang Montage erzeugen [18] hinzu.
  5. Setzen Sie die Breite [19] der Montage auf die gewünschte Dimension – z.B. 1400mm.
  6. Setzen Sie die Höhe [20] der Montage auf die gewünschte Höhe welche die Montage aufweisen soll – in unserem Beispiel 10000mm.
  7. Aktivieren Sie die Option Rollenmaterial [21] und geben Sie auch hier 10m ein – damit wird die  Rollenlänge auf 10 Meter beschränkt.
  8. Wählen Sie das gewünscht Schneidegerät [22] aus – der standardmäßige Parametersatz wird automatisch mit aktiviert.
  9. Wählen Sie Montage Modus Nesting [24] aus.
  10. Wählen Sie die Montage Vorlage [25] aus welche die oben beschriebenen Einstellungen vorweist (siehe Abbildung).
  11. Fügen Sie den Vorgang Produktionsauftrag von Montage erzeugen [23] hinzu und nehmen Sie die gewünschten Einstellungen vor.  
  12. Klicken Sie auf Speichern [26].

Abbildung : Der Dialog Produktionskonfiguration hinzufügen mit dem gewählten Vorgängen Check-in/Normalisieren, Montage und Produktionsauftrag erzeugen

Abbildung : Die Nesting Optionen einer Montage Vorlage mit der Strategie Motive auf Seite zusammenhalten und Eine Kopie pro Montage

Standardeinstellungen Schnelldruck

Beachten Sie dass die Standardeinstellungen für den Schnelldruck – dabei handelt es sich um die standardmäßig vorausgewählten Vorgängen Druckdaten einchecken und normalisieren sowie Produktionsauftrag und Montage erzeugen – nach erstmaliger Umstellung des Dialogs auf eine andere Kombination nicht mehr vorhanden sind. Anwendern werden sodann die zuletzt verwendeten Vorgänge angeboten – beachten Sie, dass der Vorgang Druckdaten einchecken und normalisieren für den Schnelldruck meistens ratsam ist!

Standardeinstellung vs. separate Vorgänge

Die Standardeinstellung sieht den Vorgang Produktionsauftrag und Montage erzeugen vor, dieser dient rein der Erstellung nur eines Produktionsauftrags.

Durch Hinzufügen der Vorgänge Montage erzeugen und Produktionsauftrag erzeugen entsteht der Vorteil, dass mehrere Produktionsaufträge und somit alle Motive produziert werden können. Somit kann z.B. ein zusammenhängendes Nesting über mehrere Produktionsaufträge erstellt werden. Dies ist von Vorteil wenn seitens der Druckabteilung nachgedruckt werden muss.

Wenden Sie sich an Ihren Vertriebspartner, falls diese Vorgänge bei Ihnen nicht verfügbar sein sollten – in diesem Fall ist ein Zusatzpaket notwendig.

  1. Im Menüpunkt Schnelldruck ist die erstellte Produktionskonfiguration nun ausgewählt [28].
  2. Laden Sie die gewünschten Dateien über die Schaltfläche Dateien auswählen [27] hoch – wir haben Ihnen zur Anwendung folgende Dateien zur Verfügung gestellt »Montage erzeugen_Poster« – laden Sie diese, wenn Sie möchten, auf ihren lokalen Rechner und in den Workflow.
  3. Über Globale Änderungen [29] geben Sie ggf. die gewünschte Anzahl der Kopien [30] für die Motive ein.
  4. Klicken Sie auf Start [31], um die Produktionskonfiguration zu starten.

Abbildung :

  1. Im nun geöffneten Dialog Schnelldruck überprüfen Sie nochmals die Einstellungen.
  2. Klicken Sie auf Schnelldruck [32], um den Vorgang zu starten.
  1. Navigieren Sie nach einer Zeit – die Verarbeitung kann je nach Rechnersystem bzw. Arbeitslast im Workflow dauern – zu den Produktionsaufträgen.
  2. Den jeweiligen Fortschritt zu den einzelnen Automationsaufträgen können Sie entweder im Reiter Bündel von Automationsaufträgen zum Schnelldruck des Menüpunktes Automation > Schnelldruck als auch über Automation > Liste von Automationsaufträge verfolgen.
  3. Die erstellten Produktionsaufträge werden in der Liste der Produktionsaufträge angezeigt – in unten stehender Abbildung sehen Sie außerdem die definierten Optionen (diese wurden über die Anzeigeoptionen definiert).

Abbildung : Die Liste der Produktionsaufträge mit einem Teil der erstellten Produktionsaufträge

Artikel Update: Workflow Version 1.19.2 – 03/2025

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